CD : gnip-gnop (info ↑)

Gnip-Gnop : SPRECHDUETTE

- Der Klang der Revolution

- Ping Pong

gnip gnop
- Bibliophile Monaden
ein Selbstbildnis

- In einer Beziehung

Was wohl entsteht, wenn der Konstrukteur oder die Konstruktesse tendenziell Chaotisches, als wie man sich so das Leben denkt, ordnen, selbst aber Lebendige sind, wobei alle Erklärungen zur Funktionsweise von Lebendigem notwendig und selbstredend Konstrukte oder Konstruktinen sind?
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"Frau Anna Scheerbart, Friedenau, Thorwaldsen-Str.20. Bitte! Bitte! Liebe Nuse-Puse! Sei wieder mit mir gut Freund, sonst reiß ich mir vor Verzweiflung den ganzen Kopp ab. Ich hab in der Nacht so feine Verse auf Dich gemacht. Du aber schliefst, und ich wollte Dich nicht wecken. Nun sei endlich wieder gut - ja? Ich bin Dein Paulemann. Friedenau, den 4. Dez. 1909. p.s. Zu Weihnachten bekommst Du Dein Diptychon." Paul Scheerbart
Wagneriana
Die "Wagneriana" ist ein Zyklus über Richard Wagners "Ring der Nibelungen"
Die "Besetzung" verwendet die Namen der Besetzungsliste aus dem Ring. Diese wurden in ihre Silben zerlegt und neu montiert. Manches konnte auch bleiben.
Das "Vorspiel" besteht aus Wörtern und Sätzen des ersten Aktes des Vorabends zum Ring, dem "Rheingold". Ebenfalls eine Montage, teils erotisch.
Die "Handlung" spielt mit dem Gedanken, daß sogenannt Absolutes über die um der Plausibilität willen eingebaute Archillesverse stolpert.
Die Texte entstanden konträr ihrer jetzigen Anordnung, die "Schlußszene mit Orchester" also als erstes. Das verletzt natürlich den künstlerischen Grundsatz, man solle am Anfang noch nicht wissen, wie sich das Ende gestaltet (siehe "Hören Sie auf I"). In diesem Fall jedoch stellte sich erst im Nachhinein heraus, daß es überhaupt einen Anfang - oder besser: ein Vorspiel geben würde.
- Besetzung (Die Menschen)
- Vorspiel
»Weißt, es ist da ein Compernist, der heißt Wagner und Richard auch. Auf den hält der König sehr große Stucken. Er soll ein vielgescheidter Kerl sein und ein Musiken compernirn, wie noch niemals ein Anderer eine compernirt hat. Der verintressirt sich sehr für die Leni und kommt oft, um zu hören, was sie indeß wieder gelernt hat. Und am letzten Male war ich in der andern Stub und konnt durch die Glasthüren hineinblicken. Da mußt die Leni eine Saloppen umthun und dann band er sie mit dem Leib an den Thürknauf, daß sie nicht fallen konnt. Nachher mußt sie den Oberkörper weit vorwerfen und mit den Armen so hinausschlagen und battalgen, als ob sie schwimmen wollt.« »Das ist doch verruckt!« »Nein. Es giebt ein Theaterstucken, worinnen das vorkommt.« »Wie heißt das?« »Rheingold heißts. Und nachher, als sie so in der Stuben schwamm, aber freilich ohne Wasser, da setzt er sich ans Clavier und begann zu spielen. Nachher rief er laut: »Jetzunder, Woglinde, jetzt!« Und nun sang sie zum Schwimmen.« »Leni hat er doch gesagt!« »Nein. In diesem Stucken heißt sie alleweil Woglinde, und da hat sie gesungen: »Weia! Waga! Woge, du Welle, Walle zur Wiege! Wagalaweia! Wallala weiala weia!« »Himmelsakra! Das ist doch eine Dummheiten, wies gar keine zweite nimmer giebt.« »Was?« »Das kann doch nur ein ganz verruckter Kerl singen. Das sind doch gar keine richtigen Versen!« »Na, behüt Dich Gott, Anton! Bist Du dumm! Wann Eine schwimmt, soll sie auch noch richtige Versen singen! Spring doch mal ins Wasser und sing ein Gestanzel mit einem Jodler, wann Dir dabei das Wasser ins Maul läuft und zur Nasen wieder heraus! Da verstehst Du halt gar nix von! Der Wagners Richard ist ganz toll gewesen vor Freuden, daß sies so schön gemacht hat.«         

Karl May, "Der Weg zum Glück"

- Handlung

- Schlußszene mit Orchester

- Ein Unfall
- Beschleunigen
- Hören Sie auf I
- Hören Sie auf II
- Mehr Spiel!
VIRMULA: (gleichförmig)
Sinus, tangens, cotangens
  Tango Sinus asinus
  22 23 25 28 31 35.
ALMA: (gleichzeitig mit 22.....35)
  Sinus, tangens, cotangens
  Tango Sinus asinus.
VIRMULA: (mit zunehmendem Schwung)
  Tango Sinus cotangens
  Tango sinus Sinai
  35 42 54
  69 86 100.
ALMA: (gleichzeitig mit 35.....100)
  Sinus tangens cotangens
  Tango sinus Sinai.
VIRMULA: Es geht auf! Es geht auf!
ROMMEL: (leise)
  69 86 99
  Es geht nicht auf!
VIRMULA u. ALMA: Es geht auf, es geht auf!
ROMMEL: Mir geht nichts auf!
  Wie leicht wird man getäuscht!

aus Kurt Schwitters: "Zusammenstoß, Groteske Oper in 10 Bildern"

CD : PaPaPst (info ↑)





Ausflug nach gen Polen

Poesiefilm




  
Ein Film von Xaver über ein Gedicht von Julia.

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